Im Altenglischen bezeichnete cniht „Junge, Bursche; Diener, Gefolgsmann“ – ein Begriff, der auch in den benachbarten germanischen Sprachen verbreitet war (im Altfriesischen kniucht, im Niederländischen knecht, im Mittelhochdeutschen kneht „Junge, Bursche, Knabe“, im Deutschen Knecht „Diener, Leibeigener, Vasall“). Die Herkunft ist unklar. Zur Aussprache siehe kn-. Im Mittelenglischen gab es manchmal die Pluralform knighten.
Die Bedeutung „militärischer Gefolgsmann eines Königs oder anderen Vorgesetzten“ entwickelte sich um 1100. Besonders im Hundertjährigen Krieg begann man, den Begriff spezifisch militärisch zu verwenden, und er gewann allmählich an Bedeutung, bis er im 16. Jahrhundert zu einem Rang im Adel wurde. Daher bezeichnet er im modernen britischen Englisch ein gesellschaftliches Privileg oder eine ehrenvolle Würde, die von einem Herrscher als Belohnung verliehen wird, unabhängig von Geburt oder militärischen Verdiensten.
Im 17. bis 19. Jahrhundert war es üblich, einen Handwerker oder Händler humorvoll als knight of the zu bezeichnen und ein mit seiner Arbeit verbundenes Objekt zu nennen, zum Beispiel knight of the brush für „Maler“.
Knight in shining armor im übertragenen Sinne stammt aus dem Jahr 1917 und bezieht sich auf den Mann, der die Dame in Not in romantischen Dramen rettet (vielleicht besonders aus „Lohengrin“). Für knight-errant siehe errant. White knight als „Held oder Beschützer einer Person“ entstand um 1970.
Die schachfigurähnliche Figur mit Pferdekopf wird seit Mitte des 15. Jahrhunderts so genannt. Knights of Columbus ist eine 1882 in New Haven, Connecticut, USA, gegründete Gesellschaft katholischer Männer. Knights of Labor ist ein 1869 in Philadelphia gegründeter Gewerkschaftsverband. Knights of Pythias ist ein 1864 in Washington gegründeter Geheimbund.