Im Altenglischen bezeichnete mangere „Händler, Kaufmann, Broker“ – ein Agentennomen, das sich von mangian „handeln, kaufen“ ableitet. Dieses wiederum stammt aus dem Urgermanischen *mangojan (verwandt mit dem Altseeländischen mangon und dem Altnordischen mangari, was so viel wie „Händler, Marktschreier“ bedeutet). Der Ursprung liegt im Lateinischen mango (Genitiv mangonis), was „Händler, Kaufmann, Sklavenhändler“ bedeutet. Dies steht in Verbindung mit mangonium, was „Ausstellung von Waren“ heißt.
In den Wörterbüchern von Watkins oder de Vaan findet sich der Begriff nicht, aber Buck (mit Tucker) beschreibt ihn als „jemanden, der seine Waren schmückt, um ihnen ein wertvolleres Aussehen zu verleihen“. Er vermutet, dass es sich wahrscheinlich um ein Lehnwort handelt, das auf das Griechische manganon zurückgeht, was „Mittel zum Verzaubern oder Bezaubern“ bedeutet.
Im Englischen wurde es mindestens seit dem 12. Jahrhundert in Kombinationen verwendet (fishmonger, cheesemonger usw.); seit dem 16. Jahrhundert hat es vor allem die Konnotation eines kleinen, zwielichtigen Händlers angenommen (zum Beispiel ballad-monger „minderwertiger Dichter“, 1590er Jahre; scandal-monger).
It is a curious instance of the degradation through which words go, that what was in the Saxon period the designation for the most elevated description of merchant, mangere, is now only a term for small dealers, and principally in petty wares, monger. [Thomas Wright, "Anglo-Saxon and Old English Vocabularies," 1884]
Es ist ein merkwürdiges Beispiel dafür, wie Wörter ihren Bedeutungswandel durchlaufen: Was in der sächsischen Zeit noch der Begriff für die höchste Art von Kaufmann war, mangere, ist heute nur noch ein Ausdruck für kleine Händler, hauptsächlich im Handel mit unbedeutenden Waren, monger. [Thomas Wright, „Anglo-Saxon and Old English Vocabularies“, 1884]